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02.10.2019
Podiumsgespräch zu den Perspektiven von Exoskeletten

Dank modernster robotischer Exoskelette können Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, aufrecht gehen und über Rampen steigen. Aber welche technischen Schwierigkeiten gilt es bei deren Entwicklung zu überwinden und wo liegt das Potenzial für Patienten? Welche Stolpersteine gibt es zwischen der technischen Entwicklung und der alltäglichen Anwendung?

Diese Fragen diskutierten am 19.9. 2019 drei Exoskelett-Experten an der HSR: Rolf Schoch, Anwender und Exoskelett-Pilot, erklärte dem Publikum, wie er das Exoskelett steuert: Indem dass er einen an der Krücke befestigten Knopf drückt, löst er jeden Schritt manuell aus. Dazu stehen ihm noch verschiedene Laufmodi wie z.B. Treppensteigen zur Verfügung, die er bei Bedarf aktivieren kann. Damit kann er trotz der Querschnittlähmung aufrecht gehen und einen Hindernisparcours bewältigen. Allerdings ist das Gehen im Exoskelett für ihn physisch anstrengend und sehr konzentrationsintensiv.

Weiter sprach Professor Christian Bermes von der HSR über die Entwicklung und angewandte Forschung von Exoskeletten. Als Initiator und HSR-Teamleiter des studentischen Exoskelett-Teams "VariLeg enhanced" kennt er sich mit der Entwicklung bestens aus und es gelang ihm, die technische Funktionsweise von Exoskeletten gut verständlich dem Publikum zu erklären. Er zeigte weiter auf, dass das Training im Exoskelett für Menschen mit Querschnittslähmung Vorteile bringt, aber auch, dass es technische Einschränkungen gibt wie beispielsweise das schwere Gewicht des Geräts. Aufgrund dieser Limitationen sieht Christian Bermes im Therapiebereich ein grosses Potenzial für Exoskelette, jedoch nicht oder noch nicht im Alltag betroffener Personen.

Kai Schmidt, Mit-Gründer des Start-Ups MyoSwiss, berichtete von den Herausforderungen bei der Markteinführung eines Exomuskels - einem äusseren Apparat, der Menschen mit Gehbehinderungen beim Gehen unterstützt und so den Nutzen ihres Gehtrainings vergrössert. Schmidt zeigte auf, dass nicht nur die Entwicklung eines funktionstüchtigen Exogeräts, sondern vorallem der Markteintritt von innovativen medizinaltechnischen Geräten wie Exoskelette und -muskel aufgrund der starken Regulierung eine besondere Herausforderung darstellt.

In Anschluss an die Podiumsdiskussion zeigten zwei studentische Teams "VariLeg enhanced" von der HSR und der ETH Zürich sowie "Project March" von der TU Delft ihre innovativen Exoskelette. Das Publikum erlebte live, wie die querschnittsgelähmten Teampiloten aufrecht durch den Parcours gingen und wie die Exoskelett-Teams den Lauf begleiteten. 

 

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